Igel's Idiotism
Da ich schon zwei Mal etwas gesehen habe, das mir niemand glaubt, möchte ich es hier einfach mal aufführen^^

Einmal habe ich in unserem Garten (das war vor etwa ein oder zwei Jahren) einen großen, grauen Vogel mit einem breiten, Schuhähnlichen Schnabel gesehen, der außerdem so ähnliche Beine wie ein Storch hatte. Ich habe versucht, meine Mutter zu rufen, damit sie ihn sich ansehen kann, aber leider ist sie nicht rechtzeitig gekommen. Der Vogel hat etwas weißes aus seinem Hintern auf unserem Rasen verteilt und ist weggeflogen...
(Ich war im Wohnzimmer und habe aus dem Fenster gesehen)
Tja, nachher sind wir zu meiner Oma gefahren und haben Memory gespielt und da habe ich den Vogel wieder gesehen. Er sah genauso aus, wie der in unserem Garten. Tja, darunter stand aber "Afrika"... Später habe ich in einem Tierlexikon (Die große farbige Tierwelt) nachgesehen und ihn wiedererkannt. Es war der Schuhschnabel.
Er sah so aus:


und weil ich es einfach nicht glauben konnte, dass ich so einen Vogel gesehen habe (übrigens - es hat keiner geglaubt...) wollte ich mehr darüber wissen. Hier also mehr Informationen über den Vogel (unten steht dann noch ein Kommentar von mir)

Schuhschnabel - Balaeniceps rex

© 2001 Markus Kappeler / Groth AG
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection,
Groth AG, Unterägeri)

1927 schrieb der schwedische Tierschriftsteller Bengt Berg ein viel beachtetes Buch mit dem Titel «Abu Markub». Letzteres bedeutet «Vater des Schuhs» und ist der arabische Name für jenen grossen, blaugrauen Vogel, den wir Schuhschnabel (Balaeniceps rex) nennen. Durch Berg wurde der «eigenartigste Vogel des ganzen Erdballs», den er in den Papyrussümpfen am Weissen Nil aufgespürt und fotografiert hatte, allgemein bekannt und durfte fortan in keinem zoologischen Garten oder Museum fehlen. Erst in den vergangenen drei Jahrzehnten haben Feldforscher allerdings die Lebensweise des Schuhschnabels etwas zu erhellen vermocht.

Pelikan oder Storch?

Der Schuhschnabel weist eine durchschnittliche Standhöhe von 115 Zentimetern und eine mittlere Flügellänge von 68 Zentimetern auf. Sein auffälligstes Körpermerkmal ist zweifellos der ungefähr 19 Zentimeter lange, aussergewöhnlich hohe und breite Schnabel, der zwar entfernt an einen arabischen Schlupfschuh erinnert, jedoch keinem anderen Vogelschnabel gleicht.

In seinem Körperbau weicht der Schuhschnabel so sehr von allen anderen Vögeln ab, dass er von den Ornithologen in eine eigene Familie (Balaenicipitidae) gestellt wird. Über seine Verwandtschaft innerhalb der gefiederten Welt wurde lange Zeit rege diskutiert, nachdem er vom englischen Museumsfachmann John Gould im Jahr 1851 der wissenschaftlichen Welt zur Kenntnis gebracht worden war. Manche Fachleute waren der Ansicht, dass der Schuhschnabel ein entfernter Verwandter der Pelikane (Familie Pelecanidae) innerhalb der Ordnung der Ruderfüsser (Pelecaniformes) ist. Andere hielten ihn für eine ungewöhnliche Form von Reiher (Familie Ardeidae) innerhalb der Ordnung der Stelzvögel (Ciconiiformes). Und nochmals andere stellten ihn - ebenfalls innerhalb der Ordnung der Stelzvögel (Ciconiiformes) - in die Nähe der Störche (Familie Ciconiidae). Aufgrund eingehender körperbaulicher Untersuchungen wurde er schliesslich in die Ordnung der Stelzvögel eingeteilt und da in der Nähe der Störche untergebracht. Neuere molekularbiologische Untersuchungen des Erbguts (DNS-Analysen) scheinen die Richtigkeit dieser Zuordnung jetzt zu bestätigen.

Ungeselliges Leben in Sumpflandschaften

Das Verbreitungsgebiet des Schuhschnabels erstreckt sich über weite Bereiche des östlichen und zentralen Afrikas. Die Hauptbrutgebiete befinden sich in den Sumpflandschaften des Sudans, Ugandas, Kongo-Kinshasas (Ex-Zaires) und Sambias. Kleinere Brutbestände kommen in Äthiopien, Ruanda, Tansania und der Zentralafrikanischen Republik vor. Verschiedentlich wurde ferner von Schuhschnabel-Sichtungen in Angola, Botsuana, Kamerun, Kenia und Malawi berichtet. Dabei dürfte es sich aber entweder um vagabundierende Jungvögel oder um Verwechslungen mit anderen grossen Stelzvögeln, etwa dem Afrika-Marabu (Leptoptilos crumeniferus), gehandelt haben. Brutbestände scheint es in den letztgenannten Ländern jedenfalls keine zu geben.

Als Lebensraum wählt der Schuhschnabel unwegsame Süsswassersümpfe, welche dicht mit Schilf (Phragmites australis), Papyrus (Cyperus papyrus), Rohrkolben (Typha spp.) und anderen wasserliebenden Gräsern sowie mit Schwimmblatt- und Schwimmpflanzen bewachsen sind. Vorzugsweise bewohnt er grossflächige Sumpflandschaften. Ausserhalb der Brutsaison kann man ihm aber auch in kleineren Feuchtgebieten (von zum Teil weniger als einem Quadratkilometer Oberfläche) und in saisonal überschwemmten Grasländern begegnen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern der Stelzvogelordnung ist der Schuhschnabel ein ausgesprochen ungeselliger Vogel. Praktisch immer und überall begegnet man ihm einzeln. Selbst in Gebieten mit verhältnismässig grosser Bestandsdichte halten sich die dickschnäbligen Vögel mindestens 200 Meter voneinander entfernt auf - und zwar die umherstreifenden «Junggesellen» und «Jungfrauen» ebenso wie die sesshaften, «verheirateten» Brutvögel.

Beim Fischen fällt er gern vornüber

Wie der Grossteil der Stelzvögel ist der Schuhschnabel ein Beutegreifer. Bei der Jagd hält er sich gewöhnlich in Gegenden auf, wo die Vegetation weniger als einen Meter hoch ist, und meidet Bereiche, welche mit den bis über vier Meter hohen Papyrusstauden bewachsen sind. Das hat drei Gründe: Erstens ist die Sicht in niedriger Sumpfvegetation besser, zweitens fällt ihm dort das Starten und Landen leichter, und drittens ist das Beutetierspektrum ausserhalb der überaus dichten Papyrusbestände grösser.

Früher war man der Ansicht, dass der Schuhschnabel seine Nahrung vor allem nachts suche. Neuere Feldstudien haben das widerlegt: Der blaugraue Vogel ist fast ausnahmslos am Tag unterwegs. Wenn er bei der Jagd auf Beute lauert, steht er oft lange Zeit unbeweglich - wie versteinert - im Sumpf und richtet seine Augen starr auf das Wasser. Dabei entgeht ihm nicht die leiseste Bewegung des Pflanzengewirrs und auch nicht das geringste Kräuseln der Wasseroberfläche. Gerät ein Fisch oder ein anderes Beutetier in seine Reichweite, so stösst er blitzschnell und zielsicher seinen Kopf ins Wasser und packt mit seinem scharfrandigen, hakenbewehrten Schnabel zu.

Oft reisst ihn die Wucht der Bewegung aus dem Gleichgewicht, so dass er vornüber fällt und sich zuerst wieder aufrappeln muss, wobei er sich häufig mit den Flügeln abstützt. Das geschieht vor allem dann, wenn er nicht auf festem Boden steht, sondern von einem Schwimmpflanzenteppich aus jagt. Vielfach packt er im Übrigen zusammen mit der Beute ein ganzes Bündel Sumpfpflanzen und tut sich schwer damit, dieses loszuwerden, ohne dass die zappelnde Beute verloren geht. Das Beutegreifen des Schuhschnabels ist also insgesamt keine sonderlich elegante Angelegenheit.

Meistens jagt der Schuhschnabel in der erwähnten Weise aus dem Anstand heraus, wie es bei uns etwa der Graureiher (Ardea cinerea) tut. Mitunter schreitet er aber auch nach Art unseres Weissstorchs (Ciconia ciconia) langsam und mit grösster Aufmerksamkeit in seichtem Wasser umher - zum Beispiel in «Kanälen», welche von Flusspferden (Hippopotamus amphibius) oder Elefanten (Loxodonta africana) geschaffen wurden.

Die Hauptbeutetiere des Schuhschnabels sind grössere Fische wie der Leopardlungenfisch (Protopterus aethiopicus), der Senegal-Flösselhecht (Polypterus senegalus) oder der Mosambik-Buntbarsch (Tilapia mossambica bzw. Sarotherodon mossambicus). Daneben erlegt er allerlei kleinere Fische, ferner Frösche, Wasserschlangen, Warane, junge Krokodile und gelegentlich sogar Wasservögel, Ratten und andere warmblütige Tiere.

Nach jedem Zupacken - ob erfolgreich oder nicht - verschiebt der Schuhschnabel seinen Standort. Manchmal schreitet er bloss ein paar Meter weit weg; zumeist aber fliegt er ein gutes Stück weit in geringer Höhe an einen neuen «Einsatzort».

Nebst diesen Ortsverschiebungen im Tiefflug unternimmt der Schuhschnabel häufig ausgedehnte Segelflüge in Höhen von 500 Metern und mehr. Mit seinen langen und breiten Schwingen ist er ein ausgezeichneter Segler, der sich - ähnlich wie die Störche oder Geier - von Wärmeaufwinden in die Höhe tragen lässt, also kaum Energie verbraucht. Die Segelflüge stehen nicht im Zusammenhang mit dem Nahrungserwerb: Sie finden einerseits bei saisonal bedingten Ortsverschiebungen und beim Umherstreifen der Jungvögel statt. Andererseits scheinen sie als eine Form der territorialen Kundgebung zu dienen, denn insbesondere zu Beginn der Fortpflanzungszeit segeln Schuhschnabelpaare ausgiebig oberhalb ihres Brutreviers.

Die Jungen schlüpfen gestaffelt

Innerhalb des weiten Artverbreitungsgebiets schreiten die Schuhschnabelpaare zu regional unterschiedlichen Zeiten zur Brut. In jeder Region setzen aber die Bruten mit dem Beginn der örtlichen Trockenzeit ein, wenn das Hochwasser zurückgeht. Damit wird zweierlei erreicht: Zum einen besteht nicht die Gefahr, dass das Nest nach Brutbeginn überflutet wird. Zum anderen steht den Beutetieren mit absinkendem Wasserpegel immer weniger Bewegungsraum zur Verfügung, womit den Schuhschnäbeln die Jagd während der Jungenaufzucht leichter fällt.

Jedes Schuhschnabelpaar besetzt - zumindest während der Brutsaison, in manchen Gegenden aber auch ganzjährig - ein ausgedehntes Territorium, in welchem es keine fremden Artgenossen duldet. Die Form des Territoriums ist je nach Lebensgebiet unterschiedlich: In ausgedehnten Sumpflandschaften ist es praktisch kreisrund, entlang von Seeufern jedoch streifenförmig. In einem gut untersuchten Fall war ein Seeuferterritorium nur zwei- bis dreihundert Meter breit, dafür über sieben Kilometer lang.

Sein Nest, eine umfangreiche Plattform aus Halmen, fertigt das Paar entweder auf einem kleinen Inselchen oder aber auf einem besonders dichten Schwimmpflanzenteppich an. Dahinein legt das Weibchen in Abständen von etwa fünf Tagen zwei oder drei Eier. Beide Altvögel wechseln sich beim Bebrüten derselben etwa alle sechs Stunden ab. Ähnlich wie die Störche begrüssen sich Männchen und Weibchen beim Schichtwechsel jeweils mit Schnabelklappern und Verbeugungen.

Die jungen Schuhschnäbel schlüpfen nach einer Brutdauer von etwa einem Monat gestaffelt - in Abständen von etwa fünf Tagen - aus den Eiern. Dies ist deshalb der Fall, weil die Altvögel gleich nach Ablegen des ersten Eis mit dem Brüten begonnen haben. Die Jungen tragen anfangs ein silbergraues Daunenkleid. Ihr Kopf ist bereits recht gross, doch ist die ungewöhnliche Form des Schnabels noch nicht ausgebildet. Erst wenn im Alter von etwa einem Monat die ersten Federn zu spriessen beginnen, schwillt auch der Schnabel merklich an.

Anfangs werden die Jungvögel recht oft am Tag gefüttert. Beide Eltern bringen ihnen vor allem Fische: Sie würgen diese halb zerkleinert hoch und halten sie den Jungen vor, worauf diese sich kleinere Stücke davon abreissen. Nach etwa vier Wochen besuchen die Altvögel ihre Jungen merklich seltener, bringen ihnen dafür aber grössere Beute. Sie legen diese nun einfach ins Nest, worauf sich die Jungen selbst bedienen.

Die Rivalität zwischen den jungen Schuhschnäbeln ist gross. Gierig verschlingt jedes von ihnen alle erreichbaren Bissen und gönnt seinen Geschwistern möglichst wenig. Das hat vielfach zur Folge, dass nur das stärkste - meistens das zuerst geborene - die Nestlingsphase überlebt. Man kennt dieses gestaffelte Schlüpfen und die nachfolgende «natürliche Auslese» unter den Nestlingen von manchen anderen Vogelarten. Sie gewährleistet, dass auch in nahrungsarmen Gebieten oder Jahren statt zwei oder drei unterernährten «Kümmerlingen» wenigstens ein kräftiges Junges aufkommt.

Das Jugendgefieder der jungen Schuhschnäbel ist im Alter von dreieinhalb Monaten vollständig ausgebildet. In diesem Alter unternehmen sie ihre ersten Flüge in die nähere Umgebung und versuchen alsbald auch ihr Jagdglück. Noch mindestens vier Monate lang vermögen sie sich aber nicht selbstständig zu ernähren, sondern müssen von ihren Eltern zugefüttert werden. Soweit wir wissen, sind sie im Alter von drei bis vier Jahren fortpflanzungsfähig. Wie manche anderen Stelzvögel können sie ein recht hohes Alter erreichen: Der Rekord in Menschenobhut liegt bei 36 Jahren.

Sümpfe werden zu Reisfeldern

Weil der Lebensraum des Schuhschnabels unzugängliche Sumpflandschaften sind, haben die Ornithologen die Grösse des Artbestands lange Zeit massiv unterschätzt. Noch Ende der 1970er-Jahre ging man von einer Gesamtpopulation von nur etwa 1500 Individuen aus und stufte den Vogel als vom Aussterben bedroht ein. Bestandserhebungen mit Hilfe von Kleinflugzeugen - insbesondere im südlichen Sudan, den Hauptbrutgebiet des Schuhschnabels - haben inzwischen gezeigt, dass der Artbestand mindestens 11 000 Vögel umfasst, nämlich rund 9000 im Sudan und etwa 2000 im restlichen Verbreitungsgebiet. Dies ist zwar keine enorme Zahl; sie lässt aber die Prognosen hinsichtlich der Überlebenschancen der Art weit günstiger ausfallen.

In den meisten Ländern, in denen der Schuhschnabel vorkommt, steht er heute unter gesetzlichem Schutz. Tatsächlich scheint nirgendwo eine gezielte Bejagung stattzufinden. Ausserdem konnte der einst massenhafte Fang und Export von Schuhschnäbeln für Zoos (wo die Nachzucht bisher erst ein einziges Mal gelang) und Museen dank der Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten (CITES) stark vermindert werden.

Zu schaffen macht dem Schuhschnabel jedoch der Verlust seines Lebensraums auf breiter Front. Seit längerem werden auch in Afrika Sümpfe als wertlose «Unländer» betrachtet und nach Möglichkeit trockengelegt, um sie als Anbauflächen oder als Viehweiden zu nutzen. So wurde zum Beispiel die ganze östliche und südliche Uferzone des Kyoga-Sees in Uganda in Reisfelder umgewandelt - und dadurch der einst dort heimische Schuhschnabelbestand vollständig verdrängt. Auch das riesenhafte, derzeit zurückgestellte Jonglei-Kanal-Projekt im südlichen Sudan wird zweifellos eine verheerende Wirkung auf den lokalen Schuhschnabelbestand haben, sofern es dereinst verwirklicht wird.

Im Moment gilt der Schuhschnabel zwar nicht als aktuell in seinem Fortbestand gefährdet. Sofern die gegenwärtigen Entwicklungen innerhalb seiner Heimat anhalten, wird dies aber demnächst der Fall sein. Der Weltvogelschutzverband «BirdLife International» (ehem. ICBP) und die Weltnaturschutzunion (IUCN) führen den Schuhschnabel deshalb in der Kategorie «nächstens gefährdet» auf ihrer Roten Liste.

Legenden

Der Schuhschnabel (Balaeniceps rex) ist in der gefiederten Welt ein Sonderling: Er steht verwandtschaftlich keiner anderen Vogelsippe besonders nah und wird deshalb einer eigenen Familie (Balaenicipitidae) - irgendwo zwischen den Störchen (Ciconiidae) und den Reihern (Ardeidae) - zugeordnet. Ausgewachsene Individuen weisen eine Standhöhe um 115 Zentimeter auf. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äusserlich nicht.

Der Schuhschnabel bewohnt unwegsame Sumpflandschaften im östlichen und zentralen Afrika. Dort betätigt er sich als Beutegreifer. Zum Opfer fallen ihm hauptsächlich Fische aller Art (unten; im Jugendgefieder). Er erlegt aber auch Frösche, Wasserschlangen, Warane, junge Krokodile, Wasservögel und Ratten.

Sein Nest, eine umfangreiche Plattform aus Halmen, legt das Schuhschnabelpaar entweder auf einem kleinen Inselchen oder aber auf einem besonders festen Schwimmpflanzenteppich an. Beide Altvögel beteiligen sich partnerschaftlich sowohl am Bau des Nests als auch am Bebrüten des Geleges und an der Aufzucht der Jungen.

Die jungen Schuhschnäbel schlüpfen nach einer Brutzeit von etwa einem Monat. Ihr Schnabel ist anfangs keineswegs «schuhförmig» vergrössert. Erst ab der fünften Lebenswoche schwillt er allmählich an. An heissen Tagen füllen die Altvögel immer wieder ihren voluminösen Schnabel mit Wasser und begiessen sowohl das Nest als auch ihren Nachwuchs mit dem kühlen Nass (unten).

Der Schuhschnabel, so heisst es, habe «die grösste Klappe Afrikas». Das Flusspferd würde das gewiss bestreiten... Tatsache ist, dass der etwa 19 Zentimeter lange und ausserdem sehr breite und hohe Schnabel des blaugrauen Vogels keinem anderen Vogelschnabel gleicht. Allenfalls erinnert er an einen arabischen «Schlupfschuh» - daher der Artname.


Wie kann es also sein, dass ich einen in unserem Garten - der sich ja in Europa befindet - einen von ihnen gesehen habe, wenn es sie nur in Afrika und Asien gibt und sie auch noch so selten sind?
Vielleicht hat er sich einfach verflogen oder ist aus dem Zoo ausgebrochen und hat bei uns einfach einen Zwischenstopp eingelegt. Ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall habe ich immer mehr und mehr festgestellt, dass es wirklich dieser Vogel ist, den ich gesehen habe, als ich den Text gelesen habe!
Verwechslungen sind ausgeschlossen, ich weiß schließlich, was ich gesehen habe und ihr könnt mir glauben oder nicht - ich weiß, dass ich ihn gesehen habe und daran wird sich auch nichts ändern!
Vielleicht gibt es Seelentiere ja wirklich und das war meins, deshalb konnte nur ich es sehen, oder whatever auch die Erklärung ist. Jedenfalls habe ich es gesehen und ich war wirklich erstaunt und habe es gebannt angestarrt, als ich es in unserem Garten gesehen habe... Dieser Vogel ist auf seine ganz eigene Art so außergewöhnlich und irgendwie auch schön...

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Der zweite Fall ist sogar noch älter, ich weiß auch gar nicht mehr, wann genau es war, noch vor ungefähr wie vielen Jahren, es ist einfach passiert.
Wir waren gerade auf dem Weg ins Schwimmbad, als wir an einer Kreuzung vorbeifuhren und ich aus dem Fenster zu einem großen Plakat, das in der Nähe eines Flusses stand, sah. Genau da flog ein kleiner, grüner Vogel vorbei zum Plakat, der hinten am Schwanz zwei lange, dünne Schwanzfedern hatte, die am Ende noch eine Flagge oder Fahne hatten (also so ein ründliches Federding).
Der Vogel ist hinter dem Plakat verschwunden, bevor meine Eltern oder mein Bruder ihn ansehen konnten, also glaubte mir auch keiner.
Später, irgendwann nach ein oder zwei Jahren, bin ich dann auf die Idee gekommen, mal nachzuschauen, was das überhaupt für ein Vogel gewesen sein konnte.
Also habe ich "Die große farbige Tierwelt" genommen und durchgeblättert, bis ich auf Seite 81 den Vogel entdeckte. Es war ein Kolibri. Das Männchen der Wundersylphe.
Ein Bild dazu habe ich leider nicht, und bei Google gibt es auch keine... leider.
Aber einige Informationen dazu kann ich euch geben^^

Traumvogel - Auf der Suche nach dem schönsten Kolibri

Montag, 2. Juni 2003 um 19.00 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Ein Film von Hans Giffhorn




Alles begann mit einer Zeichnung: In einem 100 Jahre alten Buch findet sich eine Abbildung eines fantastischen Kolibris. Unter Vogelkundlern ist er eine Legende, aber keiner der heute lebenden Fachleute hat ihn je gesehen: Loddigesia mirabilis - eine Kolibriart.

Mit seinen in der Vogelwelt einzigartigen Schwanzfedern ist dieser Vogel wirklich einzigartig: zwei lange federlose Kiele enden jeweils mit einer runden Feder, einem Pfauenauge gleich. Loddigesia lebte ausschließlich in einer kleinen und unzugänglichen Region in den Anden Nordostperus und gilt seit 40 Jahren als verschollen, Experten befürchten, dass er inzwischen ausgestorben ist.

Der Tierfilmer Hans Giffhorn wollte es genau wissen und versuchte, Loddigesia wieder zu entdecken. Auf einer abenteuerlichen Suche nach dem wundersamen Kolibri durchstreifte das Filmteam die Nebelwälder in den Hochlagen der Anden. Es ist eine wilde, geheimnisvolle Region, wo man viele faszinierende Tiere und Pflanzen, seltene Orchideen, Brillenbären und den Andenfelshahn erleben kann.

Hans Giffhorn und sein Kameramann konnten zahlreiche, bisher kaum bekannte Kolibris von atemberaubender Schönheit finden - aber ob sie auch Loddigesia mirabilis finden konnten?

(von "hier kopiert)


Tja, dafür dass er schon ausgestorben sein könnte, war er bei mir noch ziemlich lebendig... Oder ich verwechsel ihn mit der Viktoria-Sylphe oder dem Jamaika-Kolibri...
noch ein paar Infos zum Jamaika-kolibri:

Wimpelschwanz/Jamaika-Kolibri

Merkmale

Wimpelschwanzmännchen sind an den dunklen, bis zu 17 cm langen Schwanzfedern und dem grün, schwarz und blau schillernden Gefieder zu erkennen. Ihr langer Schnabel ist leuchtend rot. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt normalerweise 25 cm und ihr Gewicht liegt bei 5 Gramm. Das Weibchen ist kleiner, hat einen dunkelrot bis braunen Schnabel und eine weiße Unterseite, während Rücken und Kopf braun gefärbt sind. Wimpelschwänze schlagen etwa 30 bis 75 mal in der Sekunde mit ihren Flügeln. Das Männchen wird im Flug von einem lauten Summton begleitet, da die vorbeiströmende Luft die Schwanzfedern in Schwingungen versetzt. Ihr Rufton ist ein lautes "tie-tie-tei".

Lebensweise

Die jamaikanischen Kolibris sind auf ihrer Insel überall heimisch, allerdings halten sie sich mit besonderer Vorliebe in lichten Gebieten auf Meereshöhe auf. Sie sind sehr territorial und verteidigen ihre Reviere mit ihren spitzen Schnäbeln gegen jeden Vogel, der versucht, in ihr Gebiet einzudringen. Trotz seiner langen Schwanzfedern kann das Männchen sehr gut fliegen. Sobald er gelandet ist, wirkt der Vogel allerdings relativ plump. Der Wimpelschwanz kann Energie sparen, indem er in den Torpor (Starrezustand) fällt, wobei er seine Körpertemperatur an seine Umgebung anpasst. Dadurch verlangsamt er die lebensnotwendigen Funktionen auf ein Minimum.

Balz und Brutbiologie

In der Brutzeit, die meistens vor oder nach der Regenzeit (Oktober oder Mai) stattfindet, sammeln sich die Männchen in kleinen Gruppen und versuchen mit ihren schillernden Farben die Aufmerksamkeit der Weibchen zu erregen. Nach der Paarung sammelt das Weibchen Fäden, Baumwolle, Haare, Farne und klebrige Spinnennetze, um das Nest zu bauen. Dorthinein legt sie zwei weiße, längliche Eier, welche sie 14 bis 19 Tage bebrütet. Sobald die Jungen geschlüpft sind, muss das Weibchen sehr viel Nahrung für die Jungen besorgen. Sobald es genug gesammelt hat, kehrt es zum Nest zurück und würgt den Jungvögeln das Futter direkt in die Kehle. Während der ersten Tagen säubert das Weibchen das Nest noch vom Kot, aber nach kurzer Zeit lernen die Küken, das selber zu erledigen. Die Nestlingsdauer beträgt drei bis vier Wochen, danach sind die Jungen flügge und verlassen das Nest. Manchmal paart sich das Weibchen direkt danach nochmal, so dass es in einem Jahr zweimal brütet.

Ernährung

Die Wimpelschwänze ernähren sich überwiegend von Nektar, den sie mit der Zunge aus den Blütenkronen ziehen. Sie können dabei nicht auf den Blüten landen, da diese meist so zart sind, dass sie abbrechen würden. Darum "stehen" sie in ihrem Schwirrflug direkt vor der Blüte und tauchen ihren Schnabel hinein. Manchmal fressen sie auch Insekten, die allerdings schwer zu jagen und zu verdauen sind.

Verbreitung und Bedrohung

Wimpelschwänze kommen nur auf Jamaika vor, der drittgrößten Insel der Großen Antillen. Ihr Bestand ist relativ stabil; sie profitieren sogar von der Abholzung des Regenwaldes, da sie sich im offenen Land besser zurechtfinden.

1902 wurde eine andere Art entdeckt, die nur im Osten von Jamaika vorkommt und einen schwarzen Schnabel hat: der Schwarzschnabel-Wimpelschwanz Trochilus scitulus wird von manchen Fachleuten als Unterordnung des Wimpelschwanzes bezeichnet.

Hier eine Karte und wo es diese Vögel gibt

(von wikipedia.de)


Tja, über die anderen, mit denen ich diesen Vogel verwechseln konnte, habe ich nichts gefunden... ._. Aber auch diesen Vogel habe ich GANZ sicher gesehen und er war wunderschön...
Tja, das wars erst einmal hierzu...^^

Hier noch ein Bild von so einem Kolibri, ist zwar nur eine Briefmarke, aber etwas anderes habe ich nicht gefunden...
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Disclaimer: Die Rechte der hier verwendeten Bilder liegen bei dem jeweiligen Zeichner!

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